An der Sernitz rollen die Bagger: toMOORow Wiedervernässung geht voran
Sernitz-Torfwiesen werden wieder nass. Bei Greiffenberg (Angermünde) gehen die Arbeiten zur Wiedervernässung der Torfwiesen im Rahmen von toMOORow in die nächste Runde.
Sernitz-Torfwiesen werden wieder nass. Bei Greiffenberg (Angermünde) gehen die Arbeiten zur Wiedervernässung der Torfwiesen im Rahmen von toMOORow in die nächste Runde.
Wir stellen unser neues Format in Form eines Magazins vor! Unsere Paludi-Perspektiven mit tiefen Einblicken in die Arbeit der PaludiAllianz und die Potenziale nasser Moore für das Klima und die Wirtschaft.
Voller Erfolg für Paludikultur! Ein Tag, der begeistert hat: Unsere Jahresveranstaltung am 28. Oktober in Berlin brachte inspirierende Impulse aus Wirtschaft, Politik, Naturschutz und Landwirtschaft zusammen – praxisnah, zukunftsorientiert und voller Tatendrang.
Die Initiative toMOORow setzt sich für den Schutz und die Wiederherstellung nasser Moore ein, die entscheidend zum Klimaschutz beitragen und Lebensraum für einzigartige Pflanzen- und Tierarten bieten. Sie wurde im Jahr 2021 von der Umweltstiftung Michael Otto und der Michael Succow Stiftung gegründet und wird von den Expert*innen des Greifswald Moor Centrum unterstützt.
Damit trägt die Initiative zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommen bei, denn trockengelegte Moore setzen großen Mengen CO2 frei. toMOORow verzahnt gezielt die Reichweite und den Einfluss der Umweltstiftung Michael Otto mit den moor-bezogenen Netzwerken und der Kompetenz der Michael Succow Stiftung als Partner im Greifswald Moor Centrum, um – gemeinsam mit vielen weiteren Partnern – Moorklima- und Naturschutz sowie die nachhaltige Nutzung von Moorflächen in Deutschland und in der EU auf ein neues Niveau von Umsetzungstempo und gesellschaftlicher Unterstützung zu heben.
Die praktische Demonstration von Moorwiedervernässung als naturbasierte Lösung gegen Klimakrise und Artensterben im Sernitzmoor (Brandenburg) und in Litauen.
Die Aktivierung von Wirtschaftsunternehmen für die nachhaltige Nutzung von nassen Mooren durch Wertschöpfung aus Paludikultur und Nutzung von Kohlenstoffzertifikaten.
Das Eintreten für geeignete umwelt- und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen für Moorwiedervernässung in der Umwelt- und Landwirtschaftspolitik von Ländern, Bund und EU.
Trockene Moore sind für knapp 7 % der jährlichen Treibhausgas-Emissionen in Deutschland verantwortlich
Die Wirtschaftspartner in der „Allianz der Pioniere“ sind starke und entschlossene Unternehmen, die sich mit ihrem Innovationsgeist dem Klima- und Biodiversitätsschutz verschrieben haben. Sie setzen auf die Nutzung nachwachsender, regionaler Rohstoffe und bringen sich aktiv in die Inwertsetzung der Paludikultur-Biomasse ein.
Natürliche Moore bieten wertvolle Lebensräume für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Sie haben eine herausragende Bedeutung für den Klimaschutz und bieten viele weitere Ökosystemleistungen – oder anders gesagt: Sie haben Superkräfte. Durch Paludikultur (lat. palus „Sumpf, Morast“), also die land- und forstwirtschaftliche Nutzung nasser Hoch- und Niedermoore, können Schutz und Nutzung von Mooren in Einklang gebracht werden.
Damit Landwirt*innen zur Vernässung der von ihnen bewirtschafteten Moorflächen bereit sind, müssen sie dauerhaft gesicherte Nachfrage- und Einkommenspotenziale mit der Biomasse aus nasser Bewirtschaftung (Paludikultur) erkennen. Dies kann nur über den Aufbau von skalierungsfähigen Wertschöpfungsketten gelingen. Die toMOORow-Initiatoren Umweltstiftung Michael Otto und Michael Succow Stiftung haben deshalb gemeinsam mit der Universität Greifswald, beide Partner im Greifswald Moor Centrum das Verbundvorhaben PaludiAllianz ins Leben gerufen. Dieses Vorhaben wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gefördert.